Namibia und Südafrika
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REISEVORTRAG - hierzu ist ein Reisevortrag vorhanden
3.200km (ca. 2.600km KEIN Asphalt) · One-way-Ride · vorgeplante Tour · 11 Fahrtage · Januar · Begleitfahrzeug
Grobe Route
Flug von Frankfurt (D) nach Windhoek / Namibia · Mit dem Motorrad von Windhoek nach Kapstadt (im westlichen Teil der Länder) · zum südlichsten Punkt Afrikas und dann nach Kapstadt · Rückflug von Kapstadt / Südafrika nach Frankfurt (D)
Top-Empfehlungen für die Tour
- Offroad-Fahr-Skills (s. FAQ unten) müssen vorhanden sein
- Etwas früher anreisen, um sich an das Klima zu gewöhnen
- MIt den Kräften haushalten, denn Temperaturen um die 40°C können fordernd sein
Meine persönlichen Highlights:
- die endlosen Gravel Roads
- der Oranje Fluss im Grenzgebiet Namibia / Südafrika
- Tierbegegnungen: 1 Giraffe, 2 Nashörner sowie unzählige Antilopen, Wildpferde, Paviane und Strauße
- Die Unterkünfte in den tollen Lodges inklusive dem ausgezeichneten Abendessen
- Zeltcamp in der freien Natur
Wie fühlt sich eine Motorradtour von Windhoek nach Kapstadt an?
Eine Motorradtour von Windhoek nach Kapstadt fühlt sich an wie eine Reise durch mehrere Welten, die sich jeden Tag neu erfinden – weit, rau, warm, staubig, frei. Es ist eine Route, die nicht nur Landschaften wechselt, sondern auch Stimmungen, Gerüche, Farben und das eigene Tempo. Und wenn ein Jeep mitfährt, der zwei Ersatzmotorräder trägt, entsteht dieses seltene Gefühl von Abenteuer ohne Angst vor dem Liegenbleiben – Freiheit mit Sicherheitsnetz.
Du startest in Windhoek, wo die Luft trocken ist und der Himmel so groß wirkt, dass er fast unwirklich erscheint. Sobald du die Stadt hinter dir lässt, öffnet sich Namibia wie ein endloser Teppich aus Weite. Die Straßen sind lang, die Landschaft weit, und du fährst oft stundenlanglang ohne ein anderes Fahrzeug zu sehen. Der Wind riecht nach Staub, Sonne und trockenem Gras. Die Geräusche sind gedämpft, als würde die Weite alles verschlucken. Es ist ein Fahren, das dich entschleunigt, weil die Landschaft dir ihren Rhythmus aufzwingt.
Mit jedem Kilometer Richtung Süden verändert sich die Stimmung. Die Farben werden wärmer, die Hügel runder, die Dörfer seltener. Du hältst irgendwo an, trinkst Wasser, hörst nur den Wind und das Knacken des abkühlenden Motors. Der Jeep steht ein paar Meter weiter, ruhig, verlässlich, wie ein stiller Begleiter, der dir erlaubt, mutiger zu fahren, weil du weißt: Egal was passiert, du bist nicht allein.
Wenn du die Grenze nach Südafrika überquerst, spürst du sofort den Wechsel. Die Straßen werden lebendiger, die Landschaft abwechslungsreicher. Du fährst durch Halbwüsten, vorbei an roten Bergen, durch kleine Orte, in denen die Menschen freundlich winken. Die Temperaturen schwanken, der Wind dreht, und manchmal riecht die Luft plötzlich nach Meer, obwohl du es noch nicht sehen kannst. Die Tage sind lang, aber nie monoton – jeder Abschnitt hat seinen eigenen Charakter.
Je näher du Kapstadt kommst, desto dramatischer wird die Kulisse. Die Berge wachsen aus dem Nichts, das Licht wird weicher, und irgendwann taucht der Tafelberg am Horizont auf wie ein Versprechen. Die letzten Kilometer fühlen sich an wie ein Triumphzug: Du hast Wüste, Steppe, Berge und unendliche Weite hinter dir gelassen und rollst nun in eine der schönsten Städte der Welt ein. Der Wind trägt Salz, die Luft ist frisch, und plötzlich ist alles grün, lebendig, laut.
Am Ende dieser Reise sitzt du vielleicht am Meer, schaust auf die Wellen und spürst diese besondere Mischung aus Müdigkeit und Glück, die nur entsteht, wenn du viele Tage lang gefahren bist und die Welt sich jeden Tag anders angefühlt hat. Es ist eine Tour, die dich verändert – nicht durch Dramatik, sondern durch die schiere Größe und Ruhe Afrikas.
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FAQ
1. Hast Du die Reise selbst organisiert oder bist Du mit einer Gruppe gefahren?
Ich war mit Gravel Travel unterwegs. Der Vorteil lag für mich darin, dass die Gegebenheiten in Afrika für mich völlig unbekannt waren und ich so auf jahrzehntelange Erfahrungen zurückgreifen konnte. Tolle Routen, super Unterkünfte, gutes Essen und am Ende auch das Gefühl eines "Backup" im Falle eines Unfalles oder einer Panne. Letzteres hat mich dann auch erwischt (Batterie defekt) und so war es bei über 40°C wunderbar, nach 45 min. weiter fahren zu können.
2. Welche Fahr-Skills benötigt man?
Die Herausforderung bestand für mich gar nicht in der absoluten Schwierigkeit. Nach einem 2-tägigen Offroad Einstgeiger-Training und den Grundlagen für Fahren im Sand sollte die Tour schaffbar sein. Viel wichtiger zur Abschätzung ist aus meiner Sicht, dass man über einen langen Zeitraum (11 Fahrtage) permanent konzentriert sein muss - 240 - 410km pro Tag schaffen einen schon und bei bis zu 43°C ist das auch fordernd. Körperliche Fitness, gepaart mit einem Gefühl, seine eigene Leistungsfähigkeit einschätzen zu können sind die Grundlage für diese Tour.
3. Wie waren die Temperaturen und welche Kleidung hast Du getragen?
Die Temperaturen lagen zwischen 24°C und 43°C. Die Schutzkleidung ist mir immens wichtig. Daher durch Mesh-Gewebe durchlüftete Hose und Jacke mit Level 2-Protektoren (Rücken, Schulter, Ellenbogen) und Level 1 Protektoren im Brust-Bereich. Die Kleidung ist AA zertifiziert. Unterwäsche dann kühlende Wäsche. In einer Passage habe ich einen Windstopp unter die Jacke gezogen, da es mir zu kühl wurde. Insgesamt war das Kleidungs-Setup für mich perfekt.
4. Seid ihr in der Gruppe zusammen gefahren?
Im Wesentlichen: nein. Morgens um 9 Uhr gab es ein Briefing zum Tagesvorhaben. Es wurden Treffs vereinbart, wo wir zusammen kommen. Da die meisten Passagen auf Schotter / Sand waren, bin ich die Passagen für mich gefahren; und entging somit jeder Menge Staub. Das Navi führt einen immer wieder zusammen, aber so musste man jederzeit für sich die fahrerischen Entscheidungen treffen. Tolle Form des Motorradurlaubes.














