Auf dem Motorrad...
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Bisherige Italien-Touren: 1. Sardinien | 2. Dolomiten

Tour Beschreibung "Dolomiten" unten ↓↓↓


1. Italien - Sardinien

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Tagestouren 150-280km · Sternfahrten von verschiedenen Stellplätzen · 12 Tage · Mai · Anfahrt mit Gespann


Grobe Route

Mit dem Wohnmobil über Österreich / Italien nach Livorno zum Hafen. Von dort mit der 22 Uhr-Fähre (Ankunft morgens um 7 Uhr) übergesetzt und mehrere Wohnmobil-Standorte auf der Insel gesucht. Empfehlungen sind auf meiner Übersicht aller Stellplätze. Vom jeweiligen Standort Tagestouren geplant.


Top-Empfehlungen für die Tour:

  • Bietet sich an für Familienurlaub: Frau und Hund waren im Wohnmobil dabei (daher mal was mit der Frau gemacht und mal Motorrad gefahren)
  • Fähre von Livorno (I) - Olbia (I) (und später zurück) >>> mit Schlafkabine, insbesondere mit dem Hund sehr angenehm (22.00 Uhr Abfahrt, 07.00 Uhr Ankunft)
  • 5 Wohnmobil-Stellplätze auf der Insel, von denen Tagestouren geplant wurden >>> s. Stellplatzverzeichnis
  • insbesondere der Süd-Westen (ehemaliges Bergbaugebiet) und der Osten (hohe Berge mit schönen Streckenführungen) sind für Motorradfahrer sehr schön
  • Die letzten Stunden auf Sardinien genießen, bevor es zur Fähre geht: Spiaggia La Cinta, 07052 San Teodoro SS, Italien (großer überwachter Parkplatz, ca. 30km südlich vom Hafen Olbia; Strand und Strand-Restaurants in Laufreichweite)


Wie fühlen sich Motorrad Tagestouren, startentend vom Wohnmobil-Stellplatz, auf Sardinien an?

Motorrad‑Tagestouren ab einem Wohnmobil‑Stellplatz auf Sardinien fühlen sich an wie ein tägliches Eintauchen in eine mediterrane Welt, die gleichzeitig ruhig und voller Energie ist. Du steigst morgens aus dem Wohnmobil, spürst die Wärme, die schon früh über dem Boden liegt, riechst Salz, trockene Kräuter und diesen typischen Duft aus Pinien und Meer. Noch bevor der Motor läuft, weißt du, dass der Tag leicht wird. Keine Hektik, kein Gepäck, nur du, das Motorrad und eine Insel, die dich mit offenen Armen empfängt.
Sobald du losfährst, setzt dieses besondere sardische Fahrgefühl ein: Die Straßen sind geschmeidig, kurvig, leerer als auf dem Festland, und sie ziehen sich in langen Bögen durch eine Landschaft, die ständig ihr Gesicht wechselt. Mal gleitest du an einer türkisblauen Küste entlang, wo das Licht auf dem Wasser glitzert und der Wind nach Salz schmeckt. Dann wieder öffnet sich eine weite Hochebene, auf der du das Gefühl hast, die Insel ganz für dich allein zu haben. Und plötzlich tauchst du in Granitschluchten ein, die enger, wilder und ursprünglicher wirken, aber nie stressig. Sardinien fordert dich nicht heraus – es trägt dich.
Zwischendurch hältst du in kleinen Dörfern, in denen die Zeit langsamer läuft. Ein Cappuccino für zwei Euro, ein paar alte Männer im Schatten, ein kurzer Gruß, und du bist wieder unterwegs. Alles fühlt sich leicht an, fast selbstverständlich. Die Insel lässt dich fahren, ohne dich zu überfordern.
Am Nachmittag kehrst du zurück zu deinem Stellplatz, der sich anfühlt wie ein sicherer Hafen. Du stellst das Motorrad ab, hörst das Knistern des abkühlenden Motors, und im Hintergrund rauscht das Meer. Vielleicht springst du noch ins Wasser, vielleicht setzt du dich einfach in den Schatten der Pinien und lässt den Tag nachklingen. Es ist dieses Gefühl, dass du jeden Tag ein Stück Sardinien einsammelst und abends wieder „nach Hause“ kommst – in dein kleines Basislager voller Ruhe, Wärme und Freiheit.




2. Italien - Dolomiten


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Tagestouren 150-350km · Sternfahrten von fester Unterkunft · 8 Tage · September / Oktober · Ferienwohnung · Anfahrt mit Gespann


Wie fühlen sich Tagestouren mit dem Motorrad in den Dolomiten an?

Tagestouren mit dem Motorrad in den Dolomiten fühlen sich an wie ein Tag in einer Landschaft, die gleichzeitig wild, elegant und vollkommen unwirklich wirkt. Schon beim Losfahren spürst du diese besondere Mischung aus klarer Bergluft, dem Duft von Wald und Stein und dem Wissen, dass dich heute Straßen erwarten, die wie für Motorräder gezeichnet scheinen. Die Dolomiten bauen sich nicht langsam auf – sie stehen plötzlich vor dir, steil, hell, zerklüftet, als hätte jemand gigantische Kathedralen aus Fels in die Landschaft gesetzt.
Während du fährst, wechseln die Eindrücke im Minutentakt. Die Straße zieht sich in flüssigen Bögen durch grüne Täler, schraubt sich in engen Kehren nach oben und öffnet sich dann zu Panoramen, die dich jedes Mal kurz innehalten lassen. Der Motor hallt zwischen den Felswänden wider, der Wind trägt den Duft von Latschenkiefern und warmem Fels, und manchmal hörst du nur das eigene Atmen, weil die Berge alles andere verschlucken. Jeder Pass hat seinen eigenen Charakter: manche wirken monumental und weit, andere eng und technisch, wieder andere fast verspielt mit ihren rhythmischen Kurvenfolgen.
Mittags sitzt du irgendwo auf einer Terrasse, isst etwas Herzhaftes, während die Felsnadeln über dir in der Sonne glühen. Die Dolomiten verändern im Tagesverlauf ihre Farben – morgens rosa, mittags hellweiß, abends gold – und genau diese Lichtwechsel machen jede Tour zu einem kleinen Naturtheater. Am Nachmittag tauchst du in neue Täler ein, jedes mit eigener Stimmung, eigenem Klang, eigener Temperatur. Und wenn du am Abend das Motorrad abstellst, spürst du die Müdigkeit in den Armen, aber auch dieses tiefe, zufriedene Gefühl, dass du einen Tag in einer der schönsten Motorradregionen Europas erlebt hast.
Die Dolomiten sind intensiv, aber nie überfordernd; technisch anspruchsvoll, aber immer belohnend; wild, aber nie chaotisch. Es ist, als würdest du durch ein Kunstwerk fahren, das sich ständig neu erfindet. 


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